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97. Jahrgang, 2017, Heft 3 | S. 207-212

Analysen und Berichte

Dauerhafter vertikaler Finanzstreit zwischen Bund und Ländern

Das Beispiel der Übertragung der Kfz-Steuer auf den Bund

André W. Heinemann

2009 hat der Gesetzgeber die Übertragung der Ertragskompetenz bei der Kraftfahrzeugsteuer von der Länderebene auf den Bund beschlossen. Gleichzeitig hat er vertikale "Kompensationsbeträge" mit dem neu geschaffenen Art. 106b im Grundgesetz verankert. Damit hat der Gesetzgeber die föderale Finanzverteilungsarchitektur in Deutschland verändert, die im Zusammenhang mit den dauerhaften Streitigkeiten um die vertikale Steuerzuordnung zu sehen sind. Der Autor geht auf die fiskalischen Wirkungen für die Länderhaushalte und die Bund-Länder-Einigung zum bundesstaatlichen Finanzausgleich Ende 2016 ein.

Title: Permanent Vertical Financial Dispute Between the German Federal Government and the Länder

Abstract: In 2009, the German federal parliament ("Bundestag") and the German federal council ("Bundesrat") reassigned the German vehicle tax from the level of Laender to the federal level ("Bund"). The new Article 106b of the German basic law contents permanent vertical "compensation amounts" from the federal level to the level of Laender. It has created a new vertical financial flow between the Bund and the Laender. This change in the architecture of the German federal system of financial relations must be analysed in the context of permanent fiscal disputes between the Bund and the Laender. The author shows the fiscal outcomes for the Laender budgets in recent years and the meaning in the context of further changes of vertical fiscal relations in context of the agreement with the Laender and the Bund on the reform of the federal fiscal equalisation scheme from 2020.

JEL Classification: H30, H72, H77

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