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97. Jahrgang, 2017, Heft 6 | S. 428-431

Analysen und Berichte

Digitalisierung: neue Aufgreifkriterien der Fusionskontrolle in der 9. GWB-Novelle

Martin Sauermann

Am 9. März 2017 hat der Bundestag die 9. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) mit neuen Regeln zur Fusionskontrolle verabschiedet. Die Novelle sieht unter anderem die Einführung erweiterter Aufgreifkriterien vor. Diese neuen Kriterien sollen insbesondere der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft Rechnung tragen. So soll die Fusionskontrolle auch in Märkten angewendet werden können, in denen zwar nur geringe Umsätze generiert werden, die jedoch hohe Unternehmenskaufpreise gepaart mit starken Netzwerkeffekten und schädlichen Konzentrationsentwicklungen aufweisen. Daher wird insbesondere ein neues Kaufpreiskriterium eingeführt.

Title: New Merger Control Thresholds in the Ninth Amendment of the German Competition Act

Abstract: The Ninth amendment of the German Competition Act introduces new merger control thresholds. These thresholds are designed to close an enforcement gap that is especially found in parts of the digital economy. As the takeover of Facebook and WhatsApp revealed, traditional turnover-based thresholds are inapplicable to business models prevalent in some parts of the digital economy. The amendment addresses these limitations and specifically introduces a transaction value-based threshold that will enable the Federal Competition Authority to carry out merger control in certain mergers with high transaction values and low turnovers.

JEL Classification: K21, L1, L4

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