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95. Jahrgang, 2015, Heft 12 · S. 864-867

Analysen und Berichte

Bessere Daten für die Wirtschafts- und Sozialforschung – eine Erwiderung

Moritz Drechsel-Grau, Andreas Peichl, Kai Daniel Schmid

Moritz Drechsel-Grau promoviert an der Universität Mannheim und am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Prof. Dr. Andreas Peichl ist Leiter der ZEW-Forschungsgruppe Internationale Verteilungsanalysen und Professor für Quantitative Finanzwissenschaft an der Universität Mannheim.

Dr. Kai Daniel Schmid ist Leiter des Referats Makro­ökonomie und Einkommensentwicklung am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in Düsseldorf.

Jan Goebel und Carsten Schröder vom Forschungsdatenzentrum SOEP des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW kommentieren in dieser Ausgabe unseren Beitrag "Einkommensverteilung und gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland: Spitzeneinkommen – ein Missing-Link" aus der Oktoberausgabe 2015 des Wirtschaftsdienst.1

Goebel und Schröder führen die folgenden Punkte auf (in der Reihenfolge in dem Beitrag):

  1. "[D]ie Datenlage in Deutschland [... ist] heute so gut wie nie zuvor."
  2. "Die Studie von Drechsel-Grau et al. zeigt aber auch, wie wichtig es ist, klar zu definieren, was genau mit Ungleichheit gemeint ist."
  3. Wir würden Äpfel mit Birnen vergleichen ("Datenbasis nicht kongruent").
  4. Fazit: "Administrative Daten und wissenschaftliche Umfragen liefern komplementäre Informationen. Ihre systematische gemeinsame Analyse unter Beachtung des Kongruenzprinzips kann daher einen wichtigen Beitrag zur Messung von Ungleichheit und einem besseren Verständnis ihrer Genese leisten. [...] Administrative Daten und Survey-Daten sollten daher systematischer als es bislang der Fall war zusammengeführt und gemeinsam analysiert werden. Dazu sollte die einschlägige Wissenschaft mit der Politik und dem Gesetzgeber systematisch ins Gespräch kommen, nicht zuletzt aufgrund der bei der statistischen Verknüpfung zu beachtenden Datenschutzaspekte."
  5. Aussagen zum Zusammenhang zwischen gesamtwirtschaftlicher Entwicklung und Ungleichheit treffen sie nicht.

Wir stimmen Goebel und Schröder in (fast) allen Punkten zu. Zunächst möchten wir klarstellen, dass es nicht unsere Absicht war, die Qualität des SOEP an sich zu kritisieren. Wir alle sind glückliche und zufriedene Nutzer des SOEP für viele interessante Forschungsfragen. Gleichwohl weist das SOEP, wie alle Befragungen, Probleme an den Rändern der Einkommensverteilung auf. Goebel und Schröder stimmen dem zu und schreiben hierzu: "Tatsächlich gelingt es aber nicht immer, in ausreichender Zahl Haushalte mit sehr hohen Einkommen zur Teilnahme zu gewinnen. Dann ergeben sich Ungenauigkeiten gerade am oberen Ende der Einkommensverteilung." Deshalb forderten wir eine Verbesserung der Datengrundlage für die Ungleichheitsforschung, die bisher fast ausschließlich – insbesondere im Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung – auf dem SOEP beruht. Es ist auch völlig klar, dass das Taxpayer-Panel (TPP) alleine die Probleme nicht löst. Aus diesem Grund plädieren wir für eine systematische Verknüpfung aller amtlich erhobener Daten (Prozess- und Befragungsdaten) für wissenschaftliche Zwecke, wie es in vielen anderen Ländern üblich ist. Dies wollen wir in dieser Replik weiter ausführen.

Hierzu werden wir zunächst die Punkte von Goebel und Schröder beantworten. Da sie keine Aussagen zum Inhalt unseres Beitrags machen (Punkt 5) haben wir hier auch nichts hinzuzufügen. Wir beantworten die Punkte 2 und 3 sowie 1 und 4 gemeinsam.

Was untersuchen wir und welche Ungleichheit messen wir?

Die klare Definition dessen "was genau mit Ungleichheit gemeint ist", ist zweifellos eine wichtige Voraussetzung für Verteilungsanalysen.2 Die Wahl des Einkommens, ob beispielsweise das verfügbare Einkommen oder das Markteinkommen betrachtet wird, sowie die Festlegung der Bezugsgrößen, ob etwa Haushalte oder Individuen den Berechnungen zugrunde liegen, hängt vom jeweiligen Untersuchungskontext ab. Ziel unserer Auswertungen war eine Plausibilisierung der in den 2000er Jahren gemessenen Ungleichheitsentwicklung vor dem Hintergrund der makroökonomischen Veränderungen, die aus den genannten Gründen den Verlauf der Einkommensungleichheit beeinflussen. Zu diesem Zweck vergleichen wir die Verläufe aggregierter Ungleichheitsmaße (Gini-Koeffizient und Top10-Einkommensanteil) aus dem SOEP und dem TPP und interpretieren diese komplementär im Konjunkturzusammenhang.

Die Tatsache, dass SOEP und TPP gerade nicht auf vergleichbaren Populationen basieren und vielmehr eine Ergänzung beider Teilpopulationen innerhalb der Verteilungsanalysen für die in Deutschland lebende Bevölkerung sehr informativ sein kann, ist eine wesentliche Erkenntnis unserer Untersuchung.

Eine Deutung der relativen Veränderungen in den Verteilungen der Faktoreinkommen (Erwerbs- gegenüber Kapitaleinkommen) legt eine Betrachtung der Primärverteilung, also der Einkommen vor Umverteilung nahe. Daher verwenden wir im SOEP Markteinkommen, die wir als Summe aus den dort vorhandenen Erwerbs- und Kapitaleinkommen berechnen. Die Einkommen im TPP sind Vorsteuereinkommen, die sich als Summe der dort vorliegenden Erwerbs- und Kapitaleinkommen ergeben.3

Die in unserem Untersuchungszusammenhang entscheidende Diskrepanz zwischen den beiden Teilpopulationen liegt in deren deutlich unterschiedlicher Abdeckung von Kapitaleinkommen.4 Wir glauben hingegen nicht, dass die von Goebel und Schröder angesprochene, fehlende Konsistenz hinsichtlich steuerfreier Zuschläge für Sonntags-, Feiertags-, und Nachtarbeit, mögliche Verzerrungen aufgrund steuerrechtlicher Abschreibungsregeln oder eine periodenfremde Veranlagung von Verlusten die von uns aufgezeigten Diskrepanzen in den Entwicklungstrends grundsätzlich infrage stellt.5

Die den in unserem Beitrag dargestellten Ungleichheitsmaßen zugrunde liegenden Bezugsgrößen sind Individuen im SOEP und Steuereinheiten im TPP. Wie auch Goebel und Schröder anmerken, sind die Niveaus der Ungleichheitsmaße aufgrund nicht kongruenter Bezugsgrößen nicht exakt vergleichbar. Eine solche Harmonisierung und ein Niveauvergleich waren jedoch nicht das Anliegen unserer Untersuchung, die sich auf die Plausibilisierung zeitlicher Ungleichheitsverläufe im Kontext der Entwicklung gesamtwirtschaftlicher Ungleichheitstreiber konzentriert.6

Für die zeitliche Entwicklung der anhand des SOEP berechneten Maße zeigt sich qualitativ kein wesentlicher Unterschied zwischen der Verwendung von Individualeinkommen oder bedarfsgewichteten Einkommen.7 Ebenso sind sich, wie wir in unserem Beitrag auch schreiben, die Verläufe der anhand des TPP berechneten Ungleichheitsmaße sehr ähnlich, unabhängig davon, ob Individuen oder Steuereinheiten als Bezugsgröße verwendet werden.

Prinzipiell kann die Entwicklung der Ungleichheitsindikatoren neben den hier thematisierten makroökonomischen Faktoren auch auf andere Einflüsse, wie Veränderungen der Haushaltsstrukturen, zurückzuführen sein. Es erscheint jedoch unwahrscheinlich, dass diese Veränderungen den aufgezeigten Verlauf über den relativ kurzen Analysezeitraum grundsätzlich infrage stellen.8 So verändern sich die Haushaltsstrukturen weniger erratisch als sich Konjunkturschwankungen abzeichnen und sind in ihrer Auswirkung auf die Entwicklung der Ungleichheitsmaße von geringerer Stärke.

Weiter raten Goebel und Schröder dazu, die aufgezeigten Ungleichheitstrends im TPP aufgrund der Auswirkungen von Änderungen in der Steuergesetzgebung auf einen Teil der Kapitaleinkommen kritisch zu hinterfragen: "Harmonisiert man die Steuerdaten für den Zeitraum 2001 bis 2010, sodass man ein über die Zeit konsistent definiertes Kapitaleinkommen erhält, ergeben sich insbesondere für den Einkommensanteil des reichsten Dezils deutlich geringere konjunkturzyklische Schwankungen als die Autoren in ihrer Studie suggerieren. Insbesondere der Einbruch zwischen 2001 und 2002 ist fast vollständig ein mechanischer Effekt der Einführung des Halbeinkünfteverfahrens."

Tatsächlich kommt das TPP aufgrund der steuerrechtlichen Veränderungen hier selbst an Grenzen, da, wie Goebel und Schröder anmerken, "[...] seit der Einführung des Halbeinkünfteverfahrens nur noch ein Teil der Dividenden in den Steuerdaten sichtbar [ist]. Seit der Einführung der Abgeltungsteuer fehlen Dividenden und Zinseinkommen." Die dadurch bei einem Teil der Kapitaleinkommen entstehenden Datenlücken lassen sich zwar teilweise reproduzieren und damit etwa die Zeitreihen der aggregierten Ungleichheitsmaße diesbezüglich präzisieren.9 Das Zusammentreffen verschiedener Teileffekte wie zeitliche Einkommensverlagerungen, der mechanische Ausschluss von Dividenden und Zinseinkommen sowie die Einkommensrückgänge der Wirtschaftskrise erschweren jedoch die Analyse erheblich.

Es spricht gemäß Bartels und Jenderny einiges dafür, dass unsere Zeitreihe des Top10-Einkommensanteils aufgrund mechanischer Effekte der Veränderungen der Steuergesetzgebung die Rückgänge in Krisenzeiten überzeichnet. Der Anstieg Mitte der 2000er Jahre würde dagegen unterschätzt. Eine Überprüfung der entsprechenden Korrelationen zwischen den gesamtwirtschaftlichen Ungleichheitstreibern und den von Bartels und Jenderny harmonisierten Top5- und Top10-Einkommensanteilen liefert im Vergleich zu den von uns ausgewiesenen Korrelationen vergleichbare Ergebnisse.

Komplementäre Betrachtungen auf Basis disaggregierter Analysen anhand der SOEP-Daten (bei denen die steuerrechtlichen Datenrestriktionen nicht gelten) zeigen darüber hinaus, dass sich der Ungleichheitsbeitrag von Dividenden und Zinseinkommen in beiden Wirtschaftskrisen signifikant verringerte.10 Es gibt aus unserer Sicht weiter keinen Grund davon auszugehen, dass die Qualität gesamtwirtschaftlich getriebener Veränderungen von Dividenden und Zinseinkommen, die den hier unvollständigen Angaben im TPP zu Grunde liegen, grundsätzlich anders wäre als im SOEP.

Die Datenlage in Deutschland ist besser als in der Vergangenheit, müsste aber noch besser sein

Die Datenlage in Deutschland ist in der Tat besser als vor z.B. 20 Jahren. Aber "besser" ist nicht gleich "sehr gut". Gerade im internationalen Vergleich mit anderen hochentwickelten Volkswirtschaften schneidet Deutschland schlecht ab. Deshalb muss noch mehr getan werden, insbesondere damit dem Wissenschaftsstandort Deutschland im internationalen Wissenschaftswettbewerb keine noch größeren Nachteile entstehen.

Begünstigt durch die technologische Entwicklung hat in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung seit Mitte der 1990er Jahre ein kontinuierlicher Schwenk weg von Befragungsdaten und hin zu administrativen Prozessdaten stattgefunden.11 Während Befragungen wie das SOEP in den 1980er Jahren die einzig zugänglichen Mikrodaten darstellten, haben viele Länder über die letzten ein bis zwei Jahrzehnte hinweg verstärkt amtliche Mikrodaten für wissenschaftliche Zwecke zugänglich gemacht. Auch in Deutschland wurden zunehmend existierende Datensätze für Forschungsvorhaben bereitgestellt. Während etwa deutsche Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungsdaten sogar international sehr gefragt sind (das Forschungsdatenzentrum des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB betreibt auch außerhalb Deutschlands zahlreiche Forschungsdatenzentren), hinken andere Statistiken in Deutschland der internationalen Entwicklung spürbar hinterher. Dies gilt sowohl im Hinblick auf den Umfang der bereitgestellten Merkmale als auch bezogen auf die Möglichkeiten, die verschiedenen amtlichen Statistiken untereinander und mit externen Daten zu verknüpfen.

Dies ist nicht nur aus Sicht der Forschung schade, denn Verknüpfungen über Datensätze hinweg erlauben auch Qualitätskontrollen und Kostensenkungen für administrative Prozesse. Thomsen und Holmøy12 zeigen etwa für Norwegen, dass sich die Datenqualität durch die Verknüpfung verschiedener Datensätze deutlich erhöht hat. Ein weiterer Schwachpunkt besteht darin, dass der Zeitraum zwischen der Erhebung der Daten und ihrer Bereitstellung für die Forschung in Deutschland häufig sehr lang ist. Dies gilt besonders für Steuerdaten und andere amtliche Mikrodaten.

Wegen datenschutzrechtlicher Bedenken und der historischen Erfahrungen im letzten Jahrhundert gibt es in Deutschland deutlich strengere Hürden bei der Datenverknüpfung und beim Zugang zu sensiblen amtlichen Informationen als etwa in vielen skandinavischen Ländern. Aber auch in Ländern mit Steuergeheimnis und hohen Datenschutzstandards sind teilweise mehr Daten zugänglich und insbesondere Verknüpfungen über Datensätze hinweg häufig möglich. Vielfach geschah dies im Rahmen langjähriger Prozesse. Finnland etwa hat im Zuge der Umsetzung der EU-Verordnung über europäische Statistiken große Schritte hin zu weitgehenden Datenzugangsmöglichkeiten unternommen. In der Folge wurde eine Kommission gegründet, die insbesondere zum Ziel hatte, der Wissenschaft besseren Datenzugang zu bieten, um auf dieser Grundlage die wirtschaftspolitische Beratung zu verbessern. Großbritannien und die USA sind gute Beispiele für Länder mit hohen Geheimhaltungspflichten und dennoch umfangreichen Datenzugängen.

Erreicht wird dies in beiden Ländern etwa durch hausintern von den Steuerbehörden selbst eingerichtete Datenzentren. Die Forschungsdatenzentren der Bundesagentur für Arbeit haben bereits langjährige Erfahrung mit entsprechenden Modellen. Auch in Deutschland wären entsprechende Modelle denkbar, in denen die bestehenden Datensätze nur in den Finanzverwaltungen selbst einsehbar sind. Die Erfahrungen anderer Länder könnten insofern auch als Pilotprojekt dienen, den Datenzugang zu amtlichen und Steuerstatistiken in Deutschland weiter zu verbessern und damit die evidenzbasierte wirtschaftspolitische Beratung zu stärken.

Um in Zukunft bessere Aussagen über die Ungleichheitsentwicklung in Deutschland treffen zu können, ist eine Verbesserung der Datengrundlagen bzw. des Datenzugangs für wissenschaftliche Zwecke wünschenswert. Eine erste Maßnahme wäre eine Verknüpfung der administrativen Steuerdaten des TPP mit Daten des Mikrozensus oder der Bundesagentur für Arbeit (Sozialversicherung, Leistungsempfänger), um ein Bild der gesamten Verteilung aus einem einheitlichen Datensatz zu erhalten.13 Darüber hinaus würde die Rückkehr von der Abgeltungsteuer zu einer synthetischen Einkommensteuer sowie eine Vermögensteuer (selbst bei beliebig niedrigem Steuersatz nahe oder gleich Null) die Gewinnung direkter Information über die Verteilung der Kapitaleinkommen ermöglichen.14 Dies würde die Berichterstattung über Ungleichheit in Deutschland entscheidend verbessern.

Zusammenfassung

Unsere Anregung des Vergleichs der Ungleichheitsentwicklungen anhand verschiedener Teilpopulationen zielt nicht darauf, die Datenqualität des SOEP anhand "scheinbar widersprüchlicher" Befunde infrage zu stellen. Vielmehr geht es darum, den Mehrwert komplementärer Betrachtungen und Teilergebnisse zu nutzen und die Grundlagen hierfür einzufordern. Aus diesem Grund plädieren wir für eine systematische Verknüpfung aller amtlich erhobenen Daten (Prozess- und Befragungsdaten) für wissenschaftliche Zwecke, wie es in vielen anderen Ländern üblich ist, um den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken.

Title: Income Distribution and the Macro Economy in Germany – Importance of Top Incomes: Reply and Response

Abstract: Jan Goebel and Carsten Schröder reply to the proposal of Andreas Peichl et al. to combine the Taxpayer Panel with the German Socio-economic Panel. They concede that both measures help to understand the development of income distribution. But problems may occur because the different concepts are only partially congruent. Peichl et al. also think that complementary analyses of survey data and administrative data offer a better understanding of the evolution of income distribution in Germany, as these provide different information. They argue that mutual cross-checking of both kinds of data as well as plausibility considerations in the macroeconomic context can partly offset imperfect congruency when assessing inequality trends. Linking both kinds of data will further reduce uncertainty about the evolution of income distribution and improve research conditions and policy advice in Germany.

JEL Classification: D31, D33

 

  • 1 Vgl. M. Drechsel-Grau, A. Peichl, K. D. Schmid: Einkommensverteilung und gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland: Spitzeneinkommen – ein Missing-Link, in: Wirtschaftsdienst, 95. Jg. (2015), H. 10, S. 684-688. Goebel und Schröder kommentieren auch die Pressemitteilung des ZEW zu diesem Artikel. Wir haben jedoch darauf verzichtet, den Verfasser der Mitteilung aus der Presseabteilung des ZEW um seine Replik zu den Punkten zur ZEW-Pressemitteilung zu bitten.

  • 2 Vgl. beispielsweise P. Armour, R. V. Burkhauser, J. Larrimore: Deconstructing Income and Income Inequality Measures: A Crosswalk from Market Income to Comprehensive Income, in: American Economic Review, 103. Jg. (2013), Nr. 3, S. 173-177.

  • 3 Gemäß der Canberra Konvention betrachten wir jährliche Einkommen. The Canberra Group: Expert Group on Household Income Statistics: Final Report and Recommendations, Ottawa 2001.

  • 4 Vgl. hierzu auch K. D. Schmid, M. Drechsel-Grau, A. Peichl: Querverteilung und Spitzeneinkommen in Deutschland Einkommensungleichheit – Quo Vadis?, IMK-Report, Nr. 108, 2015.

  • 5 Eine Analyse der Verteilungswirkungen dieser Komponenten mit einem kombinierten Datensatz aus Steuerdaten und SOEP findet sich in C. Fuest, A. Peichl, T. Schaefer: Does Tax Simplification yield more Equity and Efficiency? An empirical analysis for Germany, in: CESifo Economic Studies, 54. Jg. (2008), Nr. 1, S. 73-97.

  • 6 Vgl. hierzu S. Bach, G. Corneo, V. Steiner: From Bottom To Top: The Entire Income Distribution in Germany, 1992-2003, in: Review of Income and Wealth, 55. Jg. (2009), H. 2, S. 303-330.

  • 7 Für Individualeinkommen und bedarfsgewichtete Einkommen zeigt sich zwischen 2000 und 2005 ein Anstieg und zwischen 2006 und 2010 eine rückläufige Entwicklung.

  • 8 Demografische Änderungen spielen eher bei Betrachtungen über einen längeren Zeitraum eine entscheidende Rolle, siehe z.B. A. Peichl, N. Pestel, H. Schneider: Does Size matter? The Impact of Changes in Household Structure on Income Distribution in Germany, in: Review of Income and Wealth, 58. Jg. (2012), Nr. 1, S. 118-141.

  • 9 Vgl. C. Bartels, K. Jenderny: The Role of Capital Income for Top Income Shares in Germany, World Top Incomes Database (WTID) Working Paper, Nr. 1/2015.

  • 10 Wie bereits in unserem Beitrag in der Oktoberausgabe geschrieben, schlug sich dies aufgrund der relativ geringen Relevanz dieser Einkommen im SOEP jedoch nur schwach im Verlauf aggregierter Ungleichheitsindikatoren nieder. M. Rehm, K. Schmid, D. Wang: Why has inequality in Germany not risen further after 2005?, ECINEQ Working Paper, Nr. 333, 2014.

  • 11 R. Chetty: Time Trends in the Use of Administrative Data for Empirical Research, NBER Summer Institute, Juli 2012.

  • 12 I. Thomsen, A. M. Kleive Holmøy: Combining Data from Surveys and Administrative Record Systems. The Norwegian Experience, in: International Statistical Review, 66. Jg. (1998), Nr. 2, S. 201-221.

  • 13 Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW): Möglichkeiten zur Verbesserung der statistischen Datengrundlage zur Beschreibung höchster Einkommen und Vermögen. Gutachten für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Mannheim 2015.

  • 14 J. Behringer, T. Theobald, T. van Treeck: Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland: Eine makroökonomische Sicht, IMK Report, Nr. 99, 2014.


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