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97. Jahrgang, 2017, Heft 7 · S. 513-520

Analysen und Berichte

Pensionsfonds der Länder und Schuldenbremse

Linke Tasche, rechte Tasche oder seriöse Vorsorge?

Ingolf Deubel

Seit Mitte der 1980er Jahre ist bekannt, dass sich die zukünftigen Versorgungsverpflichtungen der Länder für ihre damals im Durchschnitt noch relativ jungen Beamten und Richter nach der Jahrtausendwende zunehmend zu Zeitbomben entwickeln würden. Als Rheinland-Pfalz 1996 als erstes Bundesland die Konsequenz aus diesem bedrohlichen Szenario zog und damit begann, einen Pensionsfonds aufzubauen, der ab etwa 2030 die vollständige Finanzierung der Pensionen, Hinterbliebenenversorgung und Beihilfeaufwendungen der seit 1996 eingestellten Beamten übernehmen sollte, wurde das Land wegen dieser innovativen und umfassenden Lösung mit viel Lob überschüttet. Seither haben sich die konkrete Praxis und die öffentliche Wahrnehmung dieses Pensionsfonds jedoch völlig verändert.

Title: Pension Funds of the Federal States and Debt Brake: "Robbing Peter to Pay Paul" or a Serious Financial Precaution?

Abstract: Germany's federal states employ more than a million civil servants, whose future pension claims are by no means financially secured. This will cause a considerable additional budgetary burden in the coming decades. The pressure thus created to reduce expenditure can be alleviated by setting up a pension fund. However, this requires that the capital market yield must exceed the annual adjustment rate of the civil servants' remuneration. The contributions of the federal states to such a fund should ideally be financed from budgetary savings. If the necessary rules are complied with, future budgets can also be relieved, provided the contributions to these funds are financed – wholly or partly – by loans.

JEL Classification: H55, H61, H72

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Dieser Artikel des Wirtschaftsdienst unterliegt einer Embargo-Frist von zwei Jahren und ist im Juli 2019 an dieser Stelle frei verfügbar. Sie können ihn aber über SpringerLink beziehen. Oder Sie nutzen den Zugang über Ihre Bibliothek vor Ort.