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97. Jahrgang, 2017, Heft 9 · S. 644-650

Analysen und Berichte

Ökonomische Resilienz – Schlüsselbegriff für ein neues wirtschaftspolitisches Leitbild?

Henrik Brinkmann, Christoph Harendt, Friedrich Heinemann, Justus Nover

Der Begriff der Resilienz hat in den letzten Jahren eine hohe Popularität bei der Formulierung wirtschaftspolitischer Zielsetzungen erlangt. Seine nahezu inflationäre Verwendung geht bislang jedoch mit einer fehlenden Präzision einher. Die Autoren behandeln die Herkunft des Resilienzbegriffs, zeigen seine unterschiedliche Verwendung in verschiedenen Disziplinen auf und grenzen ihn von anderen Schlüsselwörtern wie Vulnerabilität, Nachhaltigkeit und Stabilität ab. Der Resilienzbegriff wird in einer für die wirtschaftspolitische Perspektive sinnvollen Weise präzisiert und definiert, sodass er zu einem normativen wirtschaftspolitischen Leitbild werden kann.

Title: Economic Resilience – A New Concept for Policy-Making?

Abstract: The idea of "resilience" has in recent years gained a high level of popularity in the formulation of economic policy objectives. The rise in the use of the concept has been accompanied by a lack of precision. Against this background, this article addresses the origin of the resilience concept, illustrates its various usages in different disciplines and distinguishes it from other key words ("vulnerability", "sustainability", "stability"). On this basis, the resilience concept is given additional precision and defined in a manner useful for the economic policy perspective. A central conclusion is that the concept of resilience can become a normative economic policy principle if it is not viewed narrowly as a static concept, if it is linked to the societal objectives within the economy which are being studied and if the interplay of different societal levels is taken into account.

JEL Classification: E61, A13

Hinweis

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