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98. Jahrgang, 2018, Heft 1 · S. 35-41

Analysen und Berichte

Kapitalmarktunion – bisher hohe Persistenz der Finanzsysteme

Manuel Peter

Nach der Finanzmarkt- bzw. Schuldenkrise im Euroraum hatte die europäische Politik die Bankenlandschaft einer tiefgreifenden regulatorischen Reform ausgesetzt. Von der jüngsten Agenda der EU-Kommission, eine Kapitalmarktunion zu schaffen, ist aber ein noch größerer Strukturwandel des Finanzsektors zu erwarten – sofern diese erfolgreich umgesetzt wird. Ein tiefergehender Blick auf die Entwicklung von Finanzsystemen seit den 1990er Jahren zeigt, dass marktliche Kräfte die europäischen Finanzsysteme bisher nur eingeschränkt in der Weise transformieren konnten, wie es die EU-Kommission wünscht. Es bleibt daher zu diskutieren, inwieweit politisches Handeln die Persistenz von Finanzsystemen beeinflussen kann.

Title: Capital Market Union – Resistance to Change in Financial Market Systems

Abstract: In 2015, the European Commission announced that it would push to create a European­wide capital market union to support economic growth and financial stability in Europe. The agenda of the EU Commission is ambitious, because the success of such a plan would transform the European financial systems, most of which are still much more reliant on banks than on financial markets, as opposed to the US, for example. A cluster analysis shows, however, that national financial systems are resistant to change, which can only be implemented in the long run. Nevertheless, the past 20 years have seen financial markets gaining more importance for all economies.

JEL Classification: E44, E61, O16

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