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98. Jahrgang, 2018, Heft 11 · S. 821-827

Analysen und Berichte

Entwicklungen am Wohnimmobilienmarkt der USA seit der Subprime-Krise

Michael Richter, Laura Schupp

Zehn Jahre nach Beginn der Subprime-Krise übersteigen die Wohnimmobilienpreise in den USA leicht den Höchststand des vorherigen Booms. Sowohl das Hauspreis- wie auch das Kreditwachstum bleiben bislang jedoch unter ihrer damaligen Dynamik zurück und die Wohnungsbautätigkeit ist verhalten. Insgesamt ist die Risikolage vor dem Hintergrund vergleichsweise konservativer Kreditstandards begrenzt. Der Wohnungskreditmarkt hat sich strukturell verändert, vor allem durch eine fortschreitende Spezialisierung entlang der Arbeitsschrittfolge von Kreditvergabe, -verbriefung und -bedienung. Sowohl bei der Vergabe wie auch bei der Bedienung gewinnt der unregulierte Nicht-Banken-Sektor deutlich Marktanteile hinzu. Im Verbriefungsgeschäft nehmen staatliche Akteure eine dominierende Marktposition ein. Insgesamt lassen sich Schwachstellen und potenzielle Risikokanäle der veränderten Marktstruktur identifizieren. Ein ernstzunehmender Belastungstest steht jedoch noch aus.

Title: Ten Years After – Post-crisis Developments in the US Housing Market

Abstract: Ten years after the subprime crisis, current house prices in the United States are slightly above the peak from the preceding boom. Also due to slower dynamics of new mortgage lending, the risk build-up seems to be rather contained so far. Structural changes arise with the market increasingly split along the different steps of mortgage lending. Non-banks are gaining higher market shares for origination and servicing of mortgages. Government-supported securitizations have a dominant market position. Potential weaknesses and risk channels of the new market structure can be identified, but a serious stress test has not happened yet.

JEL Classification: G21, G28, R31

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