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98. Jahrgang, 2018, Heft 12 · S. 900-903

Analysen und Berichte

Exportüberschuss und Wachstum

Anton Konrad

Im Wachstumsmodell von Roy F. Harrod lässt sich zeigen, dass ein Exportüberschuss Produktionskapazitäten beansprucht, die für wachstumsrelevante Investitionen nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit zunehmender Kapazitätsauslastung könnte der Exportboom dämpfende Wirkungen auf das Inlandsprodukt entfalten. Wie könnte gegengesteuert werden? Eine Ausdehnung der öffentlichen und privaten Binnennachfrage wäre eine Möglichkeit. Aber auch eine Umlenkung der mit dem Exportüberschuss verbundenen Kapitalabflüsse durch günstige Standortbedingungen im Inland könnte den Exportüberschuss mindern.

Title: Export Surplus and Growth

Abstract: Should the German economy perform better without its widely criticised export surplus? Indeed, according to Harrod's growth model for an open economy, the reduction of an export surplus is associated with an increase in the equilibrium growth rate of GDP. Less fiscal austerity and a more favourable climate for corporate investment might boost growth as well; however, it would be difficult to shift demand to the domestic economy without deviating from internal balance, as an appreciation of the exchange rate has been ruled out within the European Monetary Union.

JEL Classification: F41, F43, F45

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