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98. Jahrgang, 2018, Heft 12 · S. 890-894

Analysen und Berichte

Wenn Renditeziele in Kosten umdefiniert werden – "Narrative Economics" in der Praxis

Christian Hecker

Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist es zu einer grundlegenden Veränderung von Narrativen hinsichtlich der Gewinnerzielung von Unternehmen gekommen. Dabei wurde die neoklassische Grundidee, dass Unternehmen nach Gewinnmaximierung streben, in den Anspruch auf eine Mindesteigenkapitalrendite entsprechend dem Marktdurchschnitt transformiert. Dieser narrative Wandel trug wesentlich dazu bei, dass Kapitalmärkte an Bedeutung gewannen und Wertzuwächse verzeichnen konnten, die das Wachstum der Wirtschaftsleistung deutlich überstiegen.

Title: Narratives Matter! What Happens if Expected Rates of Return are Defined as Cost of Capital?

Abstract: Since the 1980s, the idea of maximising shareholder value has led to a change in the business policies of many companies based on the perception that each business unit has to earn its cost of equity as part of its overall cost of capital. Accordingly, value creation is only considered sufficient if rates of return are above average risk-adjusted returns of the stock market. This development has increased the relevance of financial markets for investment decisions as financial investments or share buy-backs became more attractive than investments in real capital.

JEL Classification: G32, M14, N80

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Dieser Artikel des Wirtschaftsdienst unterliegt einer Embargo-Frist von zwei Jahren und ist im Dezember 2020 an dieser Stelle frei verfügbar. Sie können ihn aber über SpringerLink beziehen. Oder Sie nutzen den Zugang über Ihre Bibliothek vor Ort.