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98. Jahrgang, 2018, Heft 2 · S. 125-128

Analysen und Berichte

Der deutsche Konjunkturzyklus: Vermessung und Zusammenhang mit Investitionen

Till Strohsal

Der typische deutsche Konjunkturzyklus hat eine Länge von etwa vier bis fünf Jahren. Er ist recht ausgeprägt und erklärt allein etwa 27 % der Schwankungen in der BIP-Wachstumsrate. 83 % der Konjunktur geht auf Schwingungen mit einer Länge von über zwei Jahren zurück, nur 17 % können durch kürzere Schwingungen erklärt werden. Die Entwicklung der BIP-Wachstumsrate ist Granger-kausal zu den Investitionen – nicht umgekehrt. Dieser Zusammenhang geht auf Investitionen in die Ausrüstung zurück – nicht auf Investitionen in Bauten. Dabei werden die Investitionen vor allem durch die Auslandsnachfrage (Exporte) und nicht durch die Inlandsnachfrage getrieben.

Title: Assessing the German Business Cycle and the Role of Investment

Abstract: On average, the German business cycle is four to five years long. The cycle is quite pronounced and explains about 27 % of the variation in year­on­year GDP growth. For fluctuations with a duration of more than two years, there is a significant unidirectional Granger causality running from GDP growth to investment. A closer look reveals two things: first of all, that the Granger causality runs from GDP to investment in equipment and machinery, not investment in construction, and second, that it is lagged foreign demand (exports) rather than domestic demand that has predictive power for investment.

JEL Classification: C22, E32

Hinweis

Dieser Artikel des Wirtschaftsdienst unterliegt einer Embargo-Frist von zwei Jahren und ist im Februar 2020 an dieser Stelle frei verfügbar. Sie können ihn aber über SpringerLink beziehen. Oder Sie nutzen den Zugang über Ihre Bibliothek vor Ort.