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98. Jahrgang, 2018, Heft 2 · S. 76

Rentenpolitik: Kommt jetzt die Grundrente?

Tim Köhler-Rama

Wenn in Deutschland die Grundrente tatsächlich eingeführt würde, wäre das eine echte rentenpolitische Neuigkeit. Jahrzehntelang diskutiert, aber nie umgesetzt, wurde sie als zu teuer und mit dem beitragsbezogenen Rentensystem als nicht kompatibel angesehen. Mindestens eine Übergangsgeneration müsste die laufenden Renten im bisherigen Rentensystem finanzieren und zugleich die neue Grundrente. Das sei nicht finanzierbar. Mit diesen Argumenten wurde der Vorschlag der Grundrente immer wieder schnell ad acta gelegt. Und nun? Die Ergebnisse der Koalitionsgespräche von CDU/CSU und SPD klingen eindeutig: "Die Lebensleistung von Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben, soll honoriert und ihnen ein regelmäßiges Alterseinkommen 10 % oberhalb des regionalen Grundsicherungsbedarfs zugesichert werden. Voraussetzung für den Bezug der Grundrente ist eine Bedürftigkeitsprüfung entsprechend der Grundsicherung."

Der Gedanke hinter dieser Ankündigung ist richtig und notwendig: Das staatliche Pflichtvorsorgesystem in Deutschland muss langjährige Versicherung honorieren. Wenn Menschen, die jahrelang Beiträge bezahlt haben, im Alter nicht mehr Rente erhalten als Menschen, die keinerlei Altersvorsorge betrieben haben, dann verliert das System seine Akzeptanz und Legitimation. Und: Nur in fünf OECD-Ländern gibt es bislang keine Grund- oder Mindestrente innerhalb des staatlichen Rentensystems. Deutschland ist eines dieser fünf. Die Einführung von Mindestsicherungselementen in das Rentensystem ist daher überfällig. Allerdings ist das, was die neue GroKo hier ankündigt, gar keine Grundrente. Eine echte Grundrente hat zwei Elemente: Sie wird aus Steuermitteln finanziert und setzt keine Beitragsleistungen voraus. Eine Grundrente ist vorleistungsunabhängig und universal. Die von der neuen GroKo angekündigte "Grundrente" ist weder das eine noch das andere. Sie soll – allem Anschein nach – aus Beitragsmitteln finanziert werden, und es sollen nur diejenigen diese neue Leistung erhalten, die langjährige Vorleistungen erbracht haben.

Ihrer Konzeption nach ist die "Grundrente" der neuen GroKo deshalb eher eine Mindestrente. Mindestrenten setzten eine Vorleistung voraus und stellen eine Versicherungsleistung des Rentensystems dar, sind also beitragsfinanziert. Eine richtige Mindestrente ist die "Grundrente" der neuen GroKo aber auch nicht, weil ihr eine Bedürftigkeitsprüfung vorgeschaltet ist. Genau das passt aber nicht zu einer Mindestrente, denn sie soll ja gerade der Belohnung langjähriger Versicherung dienen und auf diese Weise Lebensleistung anerkennen. Dazu kommt das Problem, dass ein 10 %iger Zuschlag auf das Existenzminimum je nach Region unterschiedlich hoch ausfällt, weil sich die Höhe der Grundsicherung je nach Region unterscheidet. Identische Lebensleistungen von Versicherten würden somit durch das Rentensystem nicht einheitlich honoriert. Das widerspricht dem Versicherungsprinzip. Hinzu kommt, dass die "Grundrente" der neuen GroKo in der geplanten Höhe extrem niedrig ausfällt. Das Existenzminimum plus ein 10 %iger Zuschlag ergibt deutlich weniger als ein Viertel des Durchschnittseinkommens. Damit liegt sie klar unterhalb der Armutsgrenze. Die meisten Mindestrenten in den OECD-Ländern liegen deutlich darüber. Fazit: Die Grundrente der neuen GroKo ist weder eine Grundrente, noch eine Mindestrente. Tatsächlich handelt es sich lediglich um einen Rentenzuschlag bei langjähriger Versicherung. Aber welches rentenpolitische Konzept steht hinter dieser neuen Leistung? Es ist erfreulich, dass in dem Sondierungspapier auch die Einrichtung einer Rentenkommission angekündigt wird. Vielleicht wird sie noch für eine Klärung dieser Frage sorgen und eine sinnvolle Weiterentwicklung des Rentensystems ermöglichen. Dabei müssen zwei Ziele verfolgt werden, die beide gleich wichtig sind: Vermeidung von Altersarmut und Anerkennung langjähriger Beitragsleistung im Rentensystem.

Tim Köhler-Rama

Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

Dr.Tim.Koehler-Rama@drv-bund.de


Kommentare zu diesem Artikel

rkleylein schrieb am 28.02.2018 um 16:49 Uhr

Diskussionen über eine Grundrente gibt es schon seit Jahrzehnten. Gründe die dagegen sprechen sind die verschieden hohen RV-Beiträge, welche durch die Beitragzahler (BZ) eingezahlt werden und diese im Altersrentenfall keine leistungsgerechte Rente erhalten. Des Weiteren handelt es sich wie im o. g. Beitrag gut dargestellt um eine Art "Mindestrente". Logisch und richtig wäre es, die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung (SV) abzuschaffen und auf alle steuerrechtlichen Einkunftsarten SV-Beiträge zu erheben. Auch sollten Beamte SV Beiträge einzahlen und die Dienstherren ihren anteiligen Arbeitgeberbeitrag (AG) dazu leisten. Zu diesem Schritt sollte man eine Stufenrente einführen - vielleicht 3 Leistungsstufen (1. Leistungsstufe = Mindestrente in Höhe des § 850c ZPO (= Pfändungsfreigrenze) für Sozialrentner = Sozialhilfeempfänger - Begründung: die Sozialleistungen für Kommunen entfallen, da eine existenzsichernde Rente gewährleistet wird (Nebeneffekt Bürokratieabbau); - 2. Leistungsstufe = Rente aller SV-Pflichtigen mit mittleren Beiträgen; - 3. Stufe Rente aller SV-Pflichtigen mit hohen Beiträgen. Wenn wir 1,5 Billionen Euro für die Bankenrettung zur Verfügung stellen, dann kann die Sicherung der Renten guten Gewissens erfolgen - egal was das kostet! Aus diesem Grunde erscheinen alle bisherigen politischen Lösungsansätze von CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne suboptimal, da diese an der Realität vorbei gehen. Eine umfassende Rentenreform scheitert am Willen und Wollen der politisch Verantwortlichen in der BRD. Zuguterletzt sollten Rentenreformen von Sozialversicherungsprofis (Basisleuten der gesetzlichen Sozialversicherungen und Gewerkschaften) erarbeitet werden und nicht von Unternehmensberatungen, Lobbyistenverbänden der deutschen Industrie und Banken.

Michaela Förster schrieb am 06.03.2018 um 14:51 Uhr

Eine richtige Mindestrente ist die "Grundrente" der neuen GroKo aber auch nicht, weil ihr eine Bedürftigkeitsprüfung vorgeschaltet ist. Genau das passt aber nicht zu einer Mindestrente, denn sie soll ja gerade der Belohnung langjähriger Versicherung dienen und auf diese Weise Lebensleistung anerkennen.Genau das kritisiere ich an der Grundrente. Die für mich keine ist. Mein Mann hat 486 Monate Beiträge in die Rentenkasse bezahlt und bekommt 405 € Rente netto. Wir hatten sehr viel Hoffnung in die Grundrente gestzt, aber jetzt ist ja doch wieder eine Bedürftigkeitsprüfung erforderlich und meine Rente von 1250 € wird mitgerechnet und dann haben wir noch eine Mieteinnahme aus einem kleinen Gewerbebetrieb (es sind noch Schulden drauf). Ich finde das nicht fair meinem Mann gegenüber.

SoSchalla schrieb am 23.04.2018 um 11:31 Uhr

Das Thema Grundrente habe ich bis heute sehr aufmerksam verfolgt. Jetzt hat sich die GroKo in ihren Sondierungsgesprächen auf die Einführung einer Grundrente geeinigt. Ich habe alle Voraussetzungen für diese neue Rente erfüllt, wäre da nicht wieder die Bedürftigkeitsprüfung durch die Grundsicherungsämter. Ich kann nur dazu sagen, es ist wieder eine große Mogelpackung. Ich werde dieses Jahr eine Altersrente mit 63 beantragen müssen, jedoch mit erheblichen Abzügen. Meine Lebensumstände haben mich dazu gezwungen, wäre da nicht noch mein Ehemann, dessen Rente bei der Bedürftigkeitsprüfung mit angerechnet wird. Ich fürchte, dass durch solche Regelungen die Moral vieler Menschen sehr gesunken ist und die Ehe ein Auslaufmodell werden kann. Wir waren ein Leben lang sparsam, was uns jetzt wieder auf die Füße fällt. Ist das gerecht?

Rüdiger Schmid schrieb am 30.04.2018 um 15:39 Uhr

Ja, man diskutiert schon zu lange, ob die Grundrente kommt steht immer noch in den Sternen. Die prozentualen Erhöhungen der Rente "ab und zu" sind nicht durchdacht, Prozent heißt: Wer schon eine hohe Rente hat bekommt auch noch das Meiste drauf ... man könnte auch da sagen, wer Reich ist wird noch reicher ...

Reiner Viebahn schrieb am 18.05.2018 um 20:09 Uhr

Wie wäre es denn mal die wenige Rente nicht auch noch zu versteuern ?

Josef Jürgensmeier schrieb am 28.05.2018 um 08:51 Uhr

Die Mindestrente sollte schon lange kommen, aber die wird es nicht geben. Dafür ist ja kein Geld da, aber für die Diäten ist genug da. Unsere Regierung wird auch die nächsten Jahre versprechen "die Mindestrente kommt", aber sie wird immer wieder verschoben von einem Jahr zum anderen.

Ruth Uhlig schrieb am 10.08.2018 um 14:43 Uhr

Es ist eine Schande wie der arme deutsche Rentner von einer Wahl zur nächsten belogen wird. Angeblich will man sich mit der Altersarmut der Rentner auseinandersetzen, wird vor jeder Wahl getönt. Aber dann gibt es Wichtigeres zu bearbeiten und es ist nicht im Ansatz die Rede von einer Mindest- oder Grundrente. Was man bei den Diäten nicht vergißt sie jährlich zu erhöhen. Alle müßten gleich in die Beiträge einzahlen!!! Dann wäre das Problem des angeblich fehlenden Geldes behoben. Wir spenden und unterstützen alle bedürftigen Länder, was gut und richtig ist. Aber erst mal in der "eigenen Familie- dem eigenen deutschen Volk" für Gerechtigkeit im Alter zu sorgen? Ich verstehe das nicht! Wir Alten haben nach dem Krieg das Land mit Fleiß und unserer Arbeitskraft mit zu dem gemacht was es heute ist! Nun müssen wir mit einem Minijob und Flaschen sammeln unsere Rente aufbessern um zu überleben. Eine Schande!

Christa S. schrieb am 29.08.2018 um 07:19 Uhr

Heute wurde das neue Rentenpaket der Regierung von CDU, CSU und SPD bekanntgegeben.
Was ist aus der vollmundigen Ankündigung der Mindestrete geworden?
Als endlich wahr gewordene Sicherung von langjährig Versicherten gepriesenen! Als Verspreche zur Anerkennung von Lebensleistungen in den Wahlprogrammen bejubelt.
NIX!
Mit keinem Wort auch nur mit einem Wort erwähnt. Worauf soviele alte Menschen gehofft haben. Eine reale Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen, die in alle Kassen, die der Staat ihnen hingehalten hat, eingezahlt haben. Menschen für die selbst eine kleine Erhöhung ihrer Rente bedeutet hätte, das sie am Ende ihres Lebens mehr Geld zur Verfügung haben wie Hartz IV.

aleka schrieb am 29.08.2018 um 17:51 Uhr

Unvorstellbar! Seit einem Jahrzehnt werden die Arme Rentner über den Tisch gezogen.Die Politiker sollen sich schämen!

Dörte Bohlen schrieb am 07.09.2018 um 00:27 Uhr

Alles Bluff- von Anfang an. Die Renten sind sicher... lachhaft. Wussten alle Politiker, wie es um die
Alterspyramide seit dem Ende des 2. Weltkrieges steht. Keine Regierung hat was gemacht, außer zu klauen und umzuverteilen für andere Zwecke. Sollten sie überhaupt noch einen Funken Sozialstaatsprinzip in sich haben, müsste die Rente in den unteren Bereichen verdoppelt werden, dann wären wir zwar immer noch nicht bei 71 %, aber es würde reichen um ein menschenwürdiges Leben abschließen zu können, wie es mal vor langer Zeit angedacht wurde.

Lullie schrieb am 16.09.2018 um 18:54 Uhr

Bedürfigkeitsprüfung für die so genannte Mindestrente bedeutet ein e Hartz IV Hürde für Minirentner ! Also eine Mogelpackung des SPD- Ministers, damit möglichst wenige sie in Anspruch nehmen können.

Günter Lätzsch schrieb am 24.09.2018 um 20:06 Uhr

Es ist Schamlos,was hier mit dem Volk passiert. Guckt doch einfach mal nach Österreich was die alles auf die Beine bekommen,die haben eine ordentliche Rente, und die Regierung bekommt nichts gebacken. Ich spreche hier für alle.

Angie schrieb am 26.09.2018 um 08:40 Uhr

Das Thema interessiert/betrifft mich als 65jährige auch.
Aber um mehr Rente zu bekommen, muß ich beim "Amt" die Taschen ausleeren.Das passt nicht zur Bezeichung Rente.Denn Rente gewährt die Rentenanstalt!!!

Dann sollen Sie doch ehrlich sein, und sagen, geht zum Amt, reiht euch ein in die Schlange der Antrgssteller dann könnt ihr 10% mehr Grundsicherung beantragen.
Ist doch....die Politik hält den Wähler für dumm.

Naja, demnächst wird ja, nicht nur, in Bayern gewählt.

Bert schrieb am 27.09.2018 um 10:15 Uhr

Weg mit der Bedürftig-keitsprüfung! Ich habe noch keinen erlebt, der
keine Rente braucht und
die wenigen, die es gibt
sind vernachlässigbar.

Ingetraud schrieb am 29.09.2018 um 20:00 Uhr

Grundrente ist eine Mogelpackung. Mein Mann und ich sind Rentner. Ich habe über900€ Rente , mein Manns Rente sind knapp 700€ . Er hat jahrzehnte auf dem Bau als Maurer gearbeitet und muss jetzt von mir mit durch gefüttert werden. Da ist die Bedürftigkeitsprüfung; eine Demütigung der Rentner.

Werner Thoma schrieb am 23.11.2018 um 18:16 Uhr

Hallo liebe Genossin Andrea Nahles!

Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit dem Thema Rente beschäftigt, (Bin heuer 60 geworden)
insbesondere mit der Grundrente. Jedoch hatte ich den Eindruck, dass bei näherer Betrachtung nur eine
etwas aufgehübschte Grundsicherung, plus 10%, ergo ca. 880 €, (also immer noch deutlich unter der Armutsgrenze!)
dabei herausgekommen ist!

Ihr wolltet uns Rentnern doch den demütigenden Gang zum Amt ersparen??
Ich habe ab 2014 die erforderlichen 35 Beitragsjahre erreicht. Die magere Regelarbeitsrente (von 300-400 € laut Renteninfo)
erklärt sich daraus, dass das zur Verfügung stehende Geld einfach immer knapp war, u.a. wegen Kinder, Existenzgründung, Selbständigkeit etc.
Wenn ich nun die Grundrente beantrage, soll ich eine Bedürftigkeits Prüfung???? über mich ergehen lassen,
bei der ich dann die Hose aber so richtig herunterlassen muss!

Alles kommt auf den Prüfstand! Wir haben privat vorgesorgt (wie es von der Politik immer gefordert wurde)
mit Lebensversicherungen, aber die gehen komplett für den Schuldendienst
unseres mit eigenen Händen renovierten alten Schulhauses drauff,
unsere 20 KW-PV-Anlage (ebenfalls als Vorsorge gedacht) wird vormutlich abgezogen………….
was bleibt uns denn dann noch im Endeffekt?

Welche Alternativen hätten wir denn?
Vermutlich weiter arbeiten, bis wir in den Sarg fallen!
Oder uns vorher gemeinsam erschießen?

Ich bin SPD - Mitglied und muss schon sagen, dass mich das sehr wütend und gleichzeitig traurig macht!
Ich hätte wohl besser Hartz 4 beantragt, nichts gearbeitet, nichts eingezahlt!
Ich stünde vermutlich fast genauso da wie 2024!

Ich finde diese Bedürftigkeitsprüfung und die Behandlung von uns zukünftigen Rentnern würdelos und unangemessen,
so geht man nicht mit alten Menschen um!
Wir haben unser ganzes Leben brav gearbeitet (und eingezahlt)
2 Kinder unter größtem finanziellen Belastungen großgezogen und unser Haus renoviert…..!
Das Haus müssen wir wohl verkaufen, wenn wir mal richtig alt sind, denn meine Kinder will ich niemals belangen, lieber erschieß ich mich vorher!

Nehmt euch mal ein Beispiel an Österreich!
Ein Rentnerparadies mit Mindestrente, 14 Monatszahlungen und einem Rentendurchschnitt von ca. 1200- 1400 €!

Die SPD will doch wieder der Anwalt der kleinen Leute werden, oder?

Auch wenn ich nur wenig Hoffnung auf eine persönliche Antwort von Ihnen habe, wünschte ich sie mir trotzdem!
P.S. bis jetzt keine Antwort

Zaki schrieb am 26.12.2018 um 09:58 Uhr

Es ist ein Witz die Grundrente beträgt Euro 880,-- das reicht auch nicht zum Leben und wenn der eine Partner eine Grundrente bekommt wird das wieder angerechnet bei der Grundsicherung also hat man im Grund genommen garnichts von der Erhöhung.Die Meite allein beträgt 800,-- Euro mehr als die Hlfte von meinem Einkommen. Aber die Politiker kassieren Tausende und zahlen keinen cent in die Rentversicherung noch Krankversicherung ein der kleine Mann ist immer Dumme und wird es auch bleiben weil in Deutschland keiner mehr auf die Straße geht nehmt euch ein Beispiel an Frankreich. Wan werden die Leute wach 25 Miliarden für Flüchtlinge und die Rentner gehen Flachensammeln armes Deutschland. Ich ärgere mich heute das ich soviel Geld in die Rentkasse eingezahlt habe hätte ich heute das Geld könnte ich gut davon leben. Aber wenn man ehrlich ist wird man immer bestraft.
M. Zaki Frankfurt am Main

Annerose Wilson schrieb am 14.01.2019 um 09:42 Uhr

Ich bekomme seit 2004 Erwerbsminderungsrente und komme von daher nicht auf die "35",also bekomme ich"NICHTS" !!!!Auch nicht bei der neuen Erwerbsminderungsrente,weil die ja erst ab 01.2019 in Kraft tritt!Ich habe eine Rente von 734.-Euro.Wenn ich eine Erhöhung bekomme, oder die Mütterrente brauche ich mich nicht freuen,es wird mir ja wieder bei der Grundsicherung abgezogen!!!Es gibt auch keine bezahlbaren Wohnungen.Ich sitze hier in einer 1 Zimmer Hütte ohne Flur und Küche. Nur 2 Kochplatten mit fliessend Wasser von der Decke!Zahle 405.- Euro dafür!Habe beim Sozialamt mal erwähnt das ich umziehen möchte.Die Dame meinte ich solle das Schriftlich begründen.Das tat ich.Die Antwort lautet,"Das Wasser von der Decke tropft und die Mäuse sich Nester unter dem Haus gebaut und sich durch die Zwischenwände in die Wohnung reinfressen wäre für das Amt kein ausreichender Grund ein Wohnungswechsel zu bewilligen!Aber wenn ich dann doch umziehen möchte kann ich das ja dann auf eigene Kosten tun.Aber wer kann das denn? Soviel zur Grundsicherung.Demütigung Pur.! Meine Lust auf Leben ist futsch.Das ist doch nur noch ein Überlebungskampf

Gert Vorrath schrieb am 18.01.2019 um 01:29 Uhr

Meine Frau bekommt lauft Rentenauskunft als Schwerbehinderte nach 35 Jahren ca. 730 € Rente! Sie hat sich gefreut, als die ( verkürzte) Nachrichtenmeldung zur Grundrente kam - nach Bekanntwerden der Einschränkungen dann große Enttäuschung. Was hat die Lebensarbeitsleistung eines Menschen mit dem Einkommen sienes Partners zu tun. Wenn eine Bedürftigkeitsprüfung statfindet, erfolgt keine Anerkennung von Lebensarbeitsleistung und genau genommen verstösst dieses gegen Artikel 1 unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Mit dieser Mogelpackung meine Damen und Herren der Groko sind Wahlen nicht zu gewinnen. Die gerechte Formel wäre so einfach:

35 Jahre Arbeit = 880 € Rente ohne Wenn und Aber - Sie sind am Zug!

Bernhard Rittel schrieb am 04.02.2019 um 12:47 Uhr

Letztendlich ist die deutsche Bevölkerung selber. Wie kann man denn ständig solche Parteien in die Regierungsverantwortung wählen, die sich als erstes die Diäten erhöhen und die Rentner auf so eine anmaßende und herablassenden weise behandelt. Aber ganz im Ernst, wie kann man denn eine Grundrente einführen, die keine ist, weil sie der Bedürftigkeits Überprüfung unterliegt. Das ist doch der größte Schwindel aller Zeiten und eine dreiste Lüge ist es obendrein. Die Bevölkerung müsste mal an die Politiker die Rückfrage stellen, ob jede Diätenerhöhung einer Bedürftigkeitsüberprüfung unterliegt. Außerdem wird bei keiner Diätenerhöhung danach gefragt, wer das eigentlich alles bezahlen soll. Aber genau diese Parteien spielen sich
all zu gerne als wirtschaftskompetent auf, wenn es um die Gerechtigkeit bei der Lohnentwicklung und in der Rentenfrage geht. Denn das können wir uns ja angeblich nicht leisten, heißt es dann. Und das wären nur Füllhorngeschenke. Ich kann nur sagen, die deutsche Bevölkerung müsste mit genau demselben Protest auf die Straße gehen, wie es die französische Bevölkerung in Frankreich schon getan hat
Solche Parteien müssten normalerweise konsequent aus dem Bundestag rausgewählt werden. Sonst meinen solche Parteien natürlich auch in Zukunft, sie könnten uns Wähler weiterhin für dumm verkaufen. Für wie blöd die deutsche Bevölkerung gehalten wird, wird bei einer solchen Renten - Mogelpackung deutlich erkennbar. Und es wird immer so gehen, wenn die die deutsche Bevölkerung sich das weiterhin bieten lässt. Denn nur mit ein bisschen meckern ist es nicht getan.
Das wird von der Politik doch nur belächelt.

siegfried liebscher schrieb am 04.02.2019 um 14:44 Uhr

Wenn ich lese oder höre, daß die Gewerkschaft mindestens 200 Euro Erhöhung fordert, dass die Beamten dann automatisch die gleiche Erhöhung wie der öffentliche Dienst bekommen, geht mir schon das Messer in der Tasche auf. Diese Erhöhungen werden anstandslos gezahlt, da fragt komischerweise niemand woher das Geld kommt. Bei der Mindestrente heißt es aber, viel zu teuer. Es wird soviel Geld von der Politik verschleudert, aber das interessiert niemand. Wann endlich gehen die Rentner auf die Straße oder gründen eine eigene Partei. Ein paar Millionen Stimmen hätten sie auf Anhieb, ein paar Abgeordnete im Bundestag könnten vielleicht mal das Zünglein an der Waage sein.

Hans Winkler schrieb am 04.02.2019 um 19:51 Uhr

Zwischenfrage. Wieviel Rente erhält ein Rentner nach Einführung der Grundrente wenn er nach 45 oder gar mehr Beitragsjahren gerade diese 900 € nach jetziger Berechnung erhalten würde?

Dr Christian Toft schrieb am 14.02.2019 um 16:01 Uhr

Herr Köhler-Rama sagt

"Der Gedanke hinter dieser Ankündigung ist richtig und notwendig: Das staatliche Pflichtvorsorgesystem in Deutschland muss langjährige Versicherung honorieren. Wenn Menschen, die jahrelang Beiträge bezahlt haben, im Alter nicht mehr Rente erhalten als Menschen, die keinerlei Altersvorsorge betrieben haben, dann verliert das System seine Akzeptanz und Legitimation."

Genau dieses deutsche Dogma zusammen mit der Dämonisierung der Grundsicherung verhindert eine vernünftige und angemessene Reform. Man sollte sich darauf konzentrieren, die Grundsicherung im Alter zu verbessern. Es gibt überhaupt keine Belege, dass dadurch die Akzeptanz der Versicherungsbeiträge verringert wird. Für die meisten Menschen im unteren Einkommensbereich sind die Beiträge nichts anderes als eine Steuer, ähnlich wie die Einkommensteuer. Grundsätzlich soll man das Kassendenken verlassen und Einkommensteuer und Rentenversicherungsbeiträge besser integrieren.

Heike Lamsat schrieb am 15.02.2019 um 08:29 Uhr

Ich bin absolut gegen die Grundrente. Wer eine kleine Rente bekommt, kann sie mit Grundsicherung aufstocken.Das müsste genügen.Es sollte doch in Deutschland so sein, das jeder der viel arbeitet auch mehr bekommt und nicht so, das jeder, der wenig oder nichts tut, belohnt wird. Kranke ausgenommen. Leider ist dies nicht so und daran sind die Löhne und Gehälter schuld und evtl. in welcher Kaste man arbeitet. Ja die gibt es in Deutschland, wie ich aus meinem engen Bekanntenkreis wahrgenommen habe. Die Ehefrau,halbtags im öffentlichem Dienst bekommt mehr Rente, als ihr Ehemann, der Arbeiter, Vollzeit gearbeitet hat. Also schwerere und längere Arbeit wird nicht honoriert in Deutschland. Fazit kann nur sein: Entweder gehe ich arbeiten und verdiene Überdurchschnittlich oder ich mache nichts und lege die Füße hoch. Der Mittelstand wird so wegfallen, leider ist es die, die die Gesellschaft trägt. Dies sollte man sich klar machen. Es nützt kein Geld und kein schönes Haus, wenn man keine Putzfrau und Gärtner findet. Nur mal als Beispiel. Die Mittelschicht müsste gestärkt werden und das müssten alle die sein, die hart arbeiten gehen.

Handwerker schrieb am 17.02.2019 um 08:48 Uhr

Diese "Grundrente" ist ein Schlag ins Gesicht für alle die 45 Jahre oder mehr, in die Rentenkasse eingezahlt haben. Ich arbeite seit meinem siebzehnten Lebensjahr als Handwerker und darf 7.2023 in Rente gehen. Ich werde nach der bisherigen Berechnung 1700.- € Brutto bekommen. Wir haben zwei Kinder die in den 80ziger geboren sind. Wir konnten uns keine Eigentumswohnung geschweige denn ein Haus kaufen.
Wie man sehen kann, habe ich nicht nur den Minimalbetrag, wie manch Selbständiger der 35 Jahre nur den Minimalbetrag eingezahlt hat, eingezahlt.
Es muss eine Bedürftigkeit-Prüfung durchgeführt werden oder die "Grundrente" wird für alle gezahlt.

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