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98. Jahrgang, 2018, Heft 4 · S. 284-290

Analysen und Berichte

Führt eine Senkung der Grunderwerbsteuer zu niedrigeren Wohnkosten?

Zur Inzidenz von Transaktionskosten auf dem Grundstücksmarkt

Christian von Malottki, Holger Cischinsky

Bis zum 31. August 2006 betrug die Grunderwerbsteuer bundesweit einheitlich 3,5 % des Kaufpreises von bebauten oder unbebauten Grundstücken. Mit der Föderalismusreform ging die Zuständigkeit auf die Länder über, die diese Steuer seither teils deutlich bis auf Sätze von 6,5 % erhöht haben. In der aktuellen Diskussion um gestiegene Preise auf dem Wohnungsmarkt wird die Grunderwerbsteuer deshalb als Kostentreiber kritisiert. Die Autoren stellen die Frage nach der "tatsächlichen" Inzidenz der Grunderwerbsteuer bzw. allgemeiner von Transaktionskosten auf dem Grundstücksmarkt und differenzieren dabei nach der Marktlage.

Title: Will a Reduction in the Real Estate Transfer Tax Lead to Lower Housing Costs?

Abstract: Until 31 August 2006, the nationwide real estate transfer tax rate in Germany amounted to 3.5 % of the purchasing price, regardless of whether the real estate was developed or not. Due to the federalism reform, the jurisdiction for this tax was transferred to the German federal states, which raised the tax rates to as high as 6.5 %. As a result, the real estate transfer tax is criticised as one of the cost drivers of increased prices in German housing markets. In this paper, we discuss the "true" incidence of the real estate transfer tax and of other transaction costs. In doing so, we consider the impact of different market conditions.

JEL Classification: H22, H27, R31

Hinweis

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