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98. Jahrgang, 2018, Heft 5 · S. 365-371

Analysen und Berichte

Handwerksordnung: ökonomische Effekte der Deregulierung von 2004

Petrik Runst, Kaja Fredriksen, Till Proeger, Katarzyrna Haverkamp, Jörg Thomä

Die deutsche Handwerksordnung regelt die Unternehmensgründung in handwerklichen Berufen durch die Vorgabe verpflichtender Qualifikationsstandards. Im Jahr 2004 wurde der Marktzugang im Handwerk durch eine Novellierung der Handwerksordnung dereguliert, sodass für mehr als die Hälfte aller Handwerksberufe seitdem keine Meisterpflicht mehr gilt. Seit der Reform wird eine politische und wissenschaftliche Diskussion zu den einzel- und gesamtwirtschaftlichen Effekten dieser Deregulierung geführt. Fast fünfzehn Jahre danach können aus den bisherigen Studien grundlegende Effekte abgeleitet und Forschungslücken definiert werden.

Title: Economic Effects of the 2004 Deregulation of the German Handicrafts Regulation Act – a Literature Review

Abstract: The German Handicrafts Regulation Act constitutes the regulatory framework for entrepreneurial activities in the handicrafts sector. Among other things, it prescribes mandatory qualification standards for starting a new handicraft firm. In 2004 the Handicrafts Regulation Act was liberalised, particularly with regard to market entry, so that qualification standards are no longer required in about half of all handicrafts occupations. Since this reform was implemented, there has been a vivid political and academic discussion about the economic effects. Now, nearly 15 years after, the authors review and summarise the empirical research literature. Further, they identify gaps in the literature and formulate open research questions.

JEL Classification: L15, L51, J44, J48, O52

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