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99. Jahrgang, 2019, Heft 10 · S. 717-724

Analysen und Berichte

Soloselbstständige im Handwerk: Einkommensstrukturen und Altersvorsorge

Katarzyrna Haverkamp

Die Soloselbstständigkeit wird häufig mit einer prekären Wirtschaftslage der "marginalen" Alleinunternehmer assoziiert. Eine Auswertung der Daten des Mikrozensus 2014 zeichnet jedoch ein differenziertes Bild. Es befinden sich zwar unter den Soloselbstständigen im Handwerk viele auffällige Untergruppen: EU-Ausländer, Erwerbstätige im Rentenbezugsalter, Frauen und Teilzeittätige. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch ab, dass die überwiegende Mehrheit persönliche Nettoeinkommen erreicht, die oberhalb der Armutsgefährdungsschwelle für einen Ein-Personen-Haushalt liegen. Als problematisch ist daher weniger die aktuelle Einkommenslage der Soloselbstständigen einzuschätzen, als vielmehr die Ungleichstellung unterschiedlicher Erwerbsformen in Hinblick auf die Pflichten zur sozialen Absicherung.

Title: Solo Self-employment in the Craft Trades: Incomes and Social Security Coverage

Abstract: Using data from the German microcensus of 2014, this article compares the characteristics and the relative incomes of the solo self-employed with employees and wage workers in the craft trades. The results show, that solo self-employed workers are a very heterogeneous group in which certain individuals (women, non-German EU citizens, the retired and part-time workers) are over-represented. Overall, the income of the majority of solo self-employed is similar to the income of wage workers in the craft trades. At the same time, there are large differences in the coverage rates by state pension schemes. Thus, the major challenge for social policy is associated with the inequality of the different forms of employment with respect to social security obligations rather than with the inequality of incomes.

JEL Classification: J26, J31, L26

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