Ein Service der

Inhalt

99. Jahrgang, 2019, Heft 2 · S. 119-125

Analysen und Berichte

Breitbandausbau in Deutschland: eine strategische Analyse

Cordelius Ilgmann

Die digitale Zukunft Deutschlands wird von Kritikern eher düster gesehen. Ziele, die Datenversorgung flächendeckend zu beschleunigen, konnten nicht erreicht werden. Die tatsächliche Nachfrage nach besonders hohen Datenübertragungsraten schöpft allerdings die Kapazitäten keineswegs aus. Aktionismus ist also nicht erforderlich. Vielmehr sollte sich die Politik auf langfristig erreichbare Ziele und dabei auf die beste und zukunftsfähigste Technologie konzentrieren. Am effizientesten im Sinne eines bedarfsgerechten und fiskalisch nachhaltigen Ausbaus wäre es, eine entsprechende "Glasfaserinfrastruktur" marktgetrieben auszubauen, eine Strategie, die durch günstige Rahmenbedingungen gestärkt werden sollte. Direkte staatliche Förderung sollte sich auf das Schließen von Versorgungslücken beschränken.

Title: Broadband Expansion in Germany: A Strategic Analysis

Abstract: In terms of broad band infrastructure, Germany lacks a strategic objective beyond the 2025 target of 1 Gbit/s in download speed. However, future demand will require exhaustive fibre coverage to the building (fttb) connections. Renewing the existing copper-based infrastructure through private investment is proving to be sluggish, as current demand is most often met by existing connections. To align market driven and publicly sponsored infrastructure development, Germany needs to set a clear infrastructure objective of replacing existing copper­based connections with fibre ones. Moreover, policymakers need to make clear that infrastructure development cannot rely on state subsidies. Not only would this be very costly for taxpayers, it also bears the potential of crowding out private investment.

JEL Classification: H54, D42, R58

Hinweis

Dieser Artikel des Wirtschaftsdienst unterliegt einer Embargo-Frist von zwei Jahren und ist im Februar 2021 an dieser Stelle frei verfügbar. Sie können ihn aber über SpringerLink beziehen. Oder Sie nutzen den Zugang über Ihre Bibliothek vor Ort.