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99. Jahrgang, 2019, Heft 6 · S. 411-414

Analysen und Berichte

Künstliche Intelligenz und Haftungsrecht: die e-Person aus ökonomischer Sicht

Marc Scheufen

Künstliche Intelligenz (KI) scheint den derzeitigen Rechtsrahmen infrage zu stellen, wenn Regeln aus einer analogen Welt auf Rechtsfragen des digitalen Zeitalters angewendet werden. Dies macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn KI-Systeme Schäden verursachen. Die akademische Rechtsdiskussion beschäftigt sich aktuell damit, ob ein KI-System selbst haftbar gemacht werden soll. Dazu wurde das Rechtskonstrukt der e-Person entwickelt. Allerdings ist die Debatte in erster Linie von einem falschen Verständnis des technologischen Potenzials der künstlichen Intelligenz getrieben. Würde dies zur Grundlage einer Reform, ist mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Auswirkungen zu rechnen.

Title: Artificial Intelligence and Liability Law: The E-person from an Economic Point of View

Abstract: Artificial intelligence (AI) systems seem to challenge the current legal framework, as rules from an analogous world are being applied to legal matters of the digital age. This is especially noticeable when AI systems cause damage. In this context, the academic legal discussion currently asks whether or not an AI system should be liable itself. This article challenges that discussion, arguing that the debate is primarily driven by an incorrect understanding of the technological potential of AI. Finally, a reform that gives machines a legal personality would have serious economic effects such as externalities, the distortion of competition and distributional effects.

JEL Classification: K13, D62, D82

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