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99. Jahrgang, 2019, Heft 8 · S. 562-566

Analysen und Berichte

Staatsfinanzierung durch Geldpolitik

Nicolas Afflatet

Das Eurosystem hat bis Dezember 2018 im Rahmen des Public Sector Purchase Programme (PSPP) Staatsanleihen für fast 2,2 Billionen Euro erworben, um (laut offizieller Begründung) die Inflationsrate auf den Zielwert von knapp 2 % zu bringen. Nicht wenige Ökonomen qualifizieren die Anleihekäufe aber als monetäre Staatsfinanzierung. Das betrifft nicht nur die Auswirkungen auf die Refinanzierungsbedingungen, sondern ebenso das Halten der Anleihen. Die Trennlinie zwischen Geld- und Fiskalpolitik wird dadurch endgültig aufgehoben.

Title: Government Financing Through Monetary Policy

Abstract: By December 2018, the Eurosystem had purchased government bonds under the Public Sector Purchase Programme for almost 2.2 trillion Euro in order to – according to the official justification – raise the inflation rate to the target of close to two percent. A fair number of economists consider these bond purchases to be monetary public financing. This relates not only to refinancing conditions but also to the holding of government bonds. The dividing line between monetary and fiscal policy is thus definitively abolished.

JEL Classification: E52, E62, H6

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