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99. Jahrgang, 2019, Heft 9 · S. 632-640

Analysen und Berichte

Target-Salden, Leistungsbilanzsalden, Geldschöpfung, Banken und Kapitalmärkte

Martin Hellwig, Isabel Schnabel

Am 5. Juni 2019 veranstaltete der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags eine öffentliche Anhörung zu zwei Anträgen der Fraktionen der FDP und der AfD zum Thema "Target". Die Anträge betonen die Risiken der Target-Salden für die Bundesbank und untermalen die betriebswirtschaftliche Argumentation mit Warnungen vor einer "Selbstbedienung" anderer Länder "mit der Notenpresse" und einem Abfluss von Ressourcen aus Deutschland ohne Gegenleistung. Die Stellungnahme der Autoren gegenüber dem Finanzausschuss kritisiert viele Behauptungen der Anträge zur volkswirtschaftlichen Einordnung der Target-Salden als sachlich falsch.

Title: Target Balances, Current Account Balances, Money Creation, Banks and Capital Markets

Abstract: In this abbreviated excerpt from a report for a hearing held by the Finance Committee of the German parliament on 5 June 2019, the authors refute the interpretation of 'target balances' of central banks in the Eurosystem as a symptom of other countries exploiting Germany by using the printing press to purchase goods and assets. This interpretation ignores the breakdown of interbank markets since the Lehman bankruptcy and the need to neutralise disruptions in monetary transmission. It also vastly exaggerates the element of autonomous money creation by central banks and commercial banks in the periphery countries. The report stresses the need to promote further reforms in the European banking union and capital markets union in order to reduce financial dominance over monetary policy.

JEL Classification: E42, E44, E52, E58, F45

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