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Cyber-Security aus ordnungspolitischer Sicht

Pressemitteilung

14.8.2017

Die Angriffe dubioser Hacker auf Server von Unternehmen, Krankenhäusern und staatlichen Einrichtungen haben das Thema „Cyber-Security“ der Öffentlichkeit bewusster gemacht. Lücken in der digitalen Sicherheitsarchitektur sind aus ökonomischer Sicht vor allem eine Folge fehlgeleiteter Anreize. Sie entstehen dann, wenn Marktakteure nicht die vollen Kosten ihres informationstechnologischen Handelns tragen müssen. Dies führt zu ineffizienten Märkten. Eine Ursache für die geringen Investitionen in die Cyber-Security dürften die fehlenden Verfügungsrechte an den eigenen Daten im Internet sein, analysieren Malte Dold und Tim Krieger von der Universität Freiburg im aktuellen Wirtschaftsdienst.

Daher schlagen die Autoren vor, die Verfügungsrechte an Daten auf Märkten zu handeln. Sie stellen fest: „Das hat zur Folge, dass Cyber-Security nicht mehr nur eine abstrakte Größe ist, sondern über den Aspekt der Datensicherheit zu einem konkreten Gut wird.“ Um einen funktionierenden Markt einzurichten, sei es aber erforderlich, die Marktmacht einzelner Akteure zu begrenzen.

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