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97. Jahrgang, 2017, Heft 10 · S. 714-720

Analysen und Berichte

Künstliche Intelligenz und der Faktor Arbeit

Implikationen für Unternehmen und Wirtschaftspolitik

Nicolaus Heinen, Alexander Heuer, Philipp Schautschick

Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkung auf den Faktor Arbeit ist zum Modethema in der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung avanciert. Studien, die alarmistisch die baldige Verdrängung eines Großteils konventioneller Jobprofile beschwören, leiden jedoch unter fragwürdiger Datenqualität und Methodik. Die Unternehmensperspektive zeigt, dass der Wandel der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz weitaus langsamer und weniger disruptiv ablaufen wird. Aus wirtschaftspolitischer Sicht empfiehlt sich in diesem offenen Innovationsprozess eine ordnungspolitische Begleitung anstelle der bereits heute diskutierten prozesspolitischen Interventionen.

Title: Artificial Intelligence and Human Labour: Implications for Companies and Economic Policy

Abstract: Artificial Intelligence (AI) and its potential impact on the demand for human labour has become a fashionable topic – particularly among economic policy advisors. However, most papers that warn about high substitution rates of conventional jobs use questionable data and methodologies. Future economic policy advice ought to include a company perspective – and discover that disruption will be much more gradual and less dramatic than proclaimed by the current topical papers. As this AI revolution is just at its very beginning, economic policy makers are advised to accompany and support digital change instead of actively intervening in digital value chains with taxes and/or subsidies.

JEL Classification: L16, J38, O33

Hinweis

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